Die Region westlich Verdun bis einschließlich des Argonnerwaldes war im Weltkrieg 1914 – 1918 Schauplatz der erbittertsten Kämpfe zwischen den Alliierten Streitkräften und der Deutschen Armee.

Seitens verschiedener französischer Vereinigungen wurde des öfteren um deutsche Unterstützung hinsichtlich der Pflege der Erinnerung an die hier stattgefundenen Kämpfe sowie der Erforschung und Erhaltung der noch in erstaunlicher Vielfalt vorhandenen Stellungen und Monumente gebeten.

Diesen Wünschen entspricht das Deutsche Erinnerungskomitee Argonnerwald 1914 – 1918 nicht nur durch Ehrung der Gefallenen unserer Völker, sondern auch um den nachfolgenden Generationen die Schrecken des Krieges in publizistischer und musealer Form darzulegen und so einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten.

Zweck und Tätigkeit des Vereins

1. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftlich Zwecke.

2. Kontaktpflege mit internationalen Traditionsverbänden, ehemaligen Kriegsteilnehmern, deren Angehörigen sowie allen Personen, die sich mit dem Geschehen im Wirkungsgebiet befassen. Dabei auch Teilnahme an und Organisation von Kameradschaftstreffen.

3. Sammlung von alliierten und deutschen Dokumenten, Unterlagen und Materialien, die im Zusammenhang stehen mit den 1914-1918 stattgefundenen Kämpfen im Wirkungsgebiet. Zur Aufbewahrung dieser Kulturwerte werden ein Archiv und ein Museum eingerichtet.

4. Veröffentlichung von historischen Werken, die basierend auf dem vereinseigenen Archiv erstellt wurden. Dabei Herausstellung von geschichtlichen Tatsachen, die vor allem zur historischen Bildung der Jugend dienen sollen.

5. Auswertung, Diskussion und Austausch der im Rahmen der Forschungsarbeiten im Wirkungsgebiet, in internationalen Archiven und Museen und durch Interviews mit ehemaligen Kriegsteilnehmern gewonnenen Erkenntnisse mit internationalen Historikern, Archiven und sonstigen Gremien.

6. Pflege der deutsch-französischen Freundschaft durch Zusammenführen, Aufklären und Mitarbeiten der Jugend beider Völker durch Veranstaltungen und Einzelmaßnahmen in Frankreich und/oder in Deutschland.

7. Aufrechterhaltung und Ausbau der bereits bestehenden Beziehungen zu französischen Behörden, Vereinigungen und Privatpersonen im Wirkungsgebiet nicht nur in historischer, sondern auch in freundschaftlicher Hinsicht.

8. Beitrag zur Völkerverständigung durch Kontaktpflege zu internationalen Vereinigungen.

9. Zusammenarbeit mit sowie Unterstützung und Beratung von französischen und deutschen Behörden, Militärdienststellen und Vereinigungen bezüglich folgender kultur-/militärhistorischen Aktivitäten im Wirkungsgebiet:

a) Aufklärende Untersuchung, Pflege, Erforschung und Erhaltung von ehemaligen und neu angelegten Gräbern, Friedhöfen und Ehrenmälern sowie markanten ober- und unterirdischen Stellungsteilen der ehemaligen Schlachtfelder hinsichtlich einer bleibenden Erinnerung an die hier stattgefundenen Kämpfe.

b) Teilnahme an sowie Organisationen von Gedenkveranstaltungen in Verbindung mit der Schaffung von Reisemöglichkeiten und Betreuung ehemaliger Kriegsteilnehmer. Dabei würdige Vertretung in der Eigenschaft als deutsche Delegation.

10. Klärung von Schicksalen Gefallener oder Vermißter im Wirkungsgebiet durch Forschungen in Archiven und am Kampfort.

11. Historische Vorträge und Führungen im Wirkungsgebiet für zivile und militärische Gruppen/Personen.